„Zerstörung durch die Moderne“ – Mehr zum Bild
Dieses Werk beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen kultureller Identität und gesellschaftlichem Wandel.

Die Grundlage des Bildes entstand zunächst in einer eher klassischen Malweise. Figur, Farbgebung und Bildaufbau orientieren sich an traditionellen gestalterischen Prinzipien. Im weiteren Verlauf wurde diese ursprüngliche Darstellung jedoch bewusst durch intensive, direkt aufgetragene Farbflächen und expressive Elemente überlagert. Dadurch entsteht ein Bruch zwischen zwei Bildsprachen: der gegenständlichen Darstellung und einer modernen, abstrahierten Formensprache.
Der dargestellte Indianer wird dabei zum Symbol. Die farblichen Eingriffe stehen für äußere Einflüsse, die Identität verändern, überdecken oder verdrängen. Das ursprüngliche Bild bleibt sichtbar, wird jedoch zunehmend von einer neuen Realität überlagert.
Das Werk versteht sich als Auseinandersetzung mit kultureller Veränderung, Verlust von Ursprünglichkeit und der Frage, wie viel einer Identität erhalten bleibt, wenn sie dauerhaft von äußeren Kräften geprägt wird. Die Figur erscheint trotz ihrer Präsenz machtlos gegenüber diesen Veränderungen und wird so zum Sinnbild eines Menschen zwischen Bewahrung und Anpassung.
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